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BPE 6 · J1

Vom ER-Modell zum Relationenmodell

Du leitest Tabellen, Schlüssel, Datentypen und Verbindungstabellen aus einem fachlichen Modell ab.

Bildungsplanbezug: BPE 6.2 · interne Lerneinheit 6.1.3

Geschätzte Lernzeit: 50 Minuten

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Das kannst du danach

  • Entitätstypen auf Relationen abbilden
  • 1:n und 1:1 mit passenden Fremdschlüsseln umsetzen
  • n:m durch eine Verbindungstabelle auflösen
  • Zusammengesetzte Schlüssel und geeignete Datentypen auswählen

Verständlich erklärt

Für einen einfachen Entitätstyp entsteht eine Relation; seine einfachen Attribute werden Spalten, sein Identifikator wird Primärschlüssel. Die Schreibweise WORKSHOP(WorkshopID, Titel, StandortID) nennt zunächst nur das Schema; PK und FK müssen zusätzlich markiert werden. Bei 1:n steht der Fremdschlüssel auf der n-Seite. Viele Workshop-Zeilen dürfen dieselbe StandortID enthalten. Verlangt jeder Workshop einen Standort, erhält dieser Fremdschlüssel zusätzlich NOT NULL. Bei 1:1 begrenzt UNIQUE die Verwendung des Fremdschlüssels auf höchstens eine Zeile. NOT NULL macht die Zuordnung auf der speichernden Seite verpflichtend; es erzwingt nicht automatisch, dass jede Zeile der anderen Tabelle ein Gegenstück hat. Eine n:m-Beziehung erhält eine eigene Verbindungstabelle mit zwei Fremdschlüsseln. Darf jedes Paar genau einmal vorkommen, bilden beide zusammen einen passenden Primärschlüssel. Beziehungsattribute wie Anmeldedatum oder bezahlt gehören ebenfalls dorthin; Teilnehmername und Workshoptitel bleiben bei ihren jeweiligen Entitätstypen. Ohne zusätzliche Regel wäre ein einzelner Fremdschlüssel als Primärschlüssel der Verbindungstabelle zu einschränkend. Datentypen richten sich nach der Bedeutung: Text bewahrt Kennungen mit führenden Nullen, Ganzzahlen zählen Plätze, Datumswerte beschreiben Kalendertage, Wahrheitswerte Ja/Nein-Eigenschaften und Fließkommazahlen näherungsweise messbare Größen. Ein Fremdschlüssel benötigt einen zum Zielschlüssel passenden Typ.

  • Relationenschema
  • PK
  • FK
  • UNIQUE
  • NOT NULL
  • Verbindungstabelle
  • zusammengesetzter Schlüssel
  • Datentyp

Beispiel

STANDORT(StandortID PK, Bezeichnung)
WORKSHOP(WorkshopID PK, Titel, StandortID FK)
  FK: WORKSHOP.StandortID -> STANDORT.StandortID

TEILNEHMER(TeilnehmerID PK, Nachname)
ANMELDUNG(TeilnehmerID, WorkshopID, Anmeldedatum)
  PK: (TeilnehmerID, WorkshopID)
  FK: TeilnehmerID -> TEILNEHMER.TeilnehmerID
  FK: WorkshopID -> WORKSHOP.WorkshopID

Das Paar (7,31) darf nur einmal vorkommen.
(7,32) und (8,31) sind weitere erlaubte Anmeldungen.

Typische Fehler

  • Bei 1:n nur einen Workshop-Schlüssel im Standort speichern
  • Eine n:m-Beziehung als Liste in einer Zelle ablegen
  • Nur eine der beiden IDs zum Schlüssel der Verbindungstabelle machen
  • Aus UNIQUE allein eine verpflichtende Zuordnung ableiten

Kurz zusammengefasst

1:n benötigt den Fremdschlüssel auf der n-Seite, 1:1 zusätzlich eine Eindeutigkeitsregel und n:m eine Verbindungstabelle. Prüfe Schlüssel und Datentypen gegen die Geschäftsregeln.

Abi-Bezug

Gib für jede Relation ihre Attribute und den vollständigen Primärschlüssel an. Notiere bei jedem Fremdschlüssel auch die referenzierte Relation und Spalte.

Jetzt selbst ausprobieren

Prüfe deine Lösung automatisch. Bei Bedarf helfen dir ein Tipp und anschließend die Musterlösung.

BPE 6J11 Punkteleicht

Einen Entitätstyp in eine Relation überführen

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Aufgabenstellung

Ein einfacher Entitätstyp RAUM hat den eindeutigen Identifikator RaumID und das einfache Attribut Plaetze. Welche Relation bildet ihn passend ab?

Ausgabe bzw. Vorschau

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2 Tipps anzeigen
  1. Gleichartig aufgebaute Objekte werden als Datensätze derselben Relation gespeichert.
  2. Der eindeutige Identifikator wird zum Primärschlüssel.
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RAUM(RaumID als PK, Plaetze) bildet die Räume als Zeilen einer Relation ab. Gleich große Räume bleiben durch RaumID unterscheidbar.
BPE 6J11 Punkteleicht

1:n: die richtige Seite wählen

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Aufgabenstellung

Ein Standort hat viele Workshops, jeder Workshop genau einen Standort. STANDORT und WORKSHOP besitzen jeweils einen eigenen Primärschlüssel. Wo steht der zusätzliche Fremdschlüssel?

Ausgabe bzw. Vorschau

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  1. Jede Workshop-Zeile braucht nur einen Standort-Verweis.
  2. Viele Zeilen der n-Seite dürfen denselben Schlüssel der 1-Seite referenzieren.
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WORKSHOP erhält StandortID als Fremdschlüssel. NOT NULL kann die Pflicht ausdrücken, dass jeder Workshop einen Standort braucht.
BPE 6J12 Punktemittel

1:1 mit einer verpflichtenden Zuordnung

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Aufgabenstellung

PERSON hat PersonID als PK. AUSWEIS hat AusweisID als PK und zusätzlich PersonID. Jede Person darf höchstens einen Ausweis haben; jeder Ausweis muss genau einer vorhandenen Person gehören. Welche Regeln braucht AUSWEIS.PersonID? Wähle alle erforderlichen Regeln.

Ausgabe bzw. Vorschau

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  1. Fremdschlüssel, Eindeutigkeit und Pflichtangabe lösen drei verschiedene Anforderungen.
  2. Die Person darf ohne Ausweis bleiben; nur jeder Ausweis braucht eine Person.
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FK, UNIQUE und NOT NULL sind erforderlich. Der FK sichert das vorhandene Ziel, UNIQUE begrenzt auf einen Ausweis je Person, NOT NULL verlangt eine Person je Ausweis. Eine Person ohne Ausweis bleibt erlaubt.
BPE 6J12 Punktemittel

n:m durch eine Verbindungstabelle umsetzen

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Aufgabenstellung

Teilnehmer besuchen mehrere Workshops; jeder Workshop hat mehrere Teilnehmer. Jedes Paar wird höchstens einmal gespeichert. Welcher Tabellenentwurf erhält alle Zuordnungen ohne Listen in einzelnen Zellen?

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  1. Eine Teilnahme ist ein eigenes Paar aus zwei vorhandenen Objekten.
  2. Eine Zeile je Paar erlaubt mehrere Zuordnungen in beiden Richtungen.
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Die Verbindungstabelle ANMELDUNG speichert jedes Teilnehmer-Workshop-Paar in einer Zeile. Beide IDs sind Fremdschlüssel; zusammen sind sie unter der Paar-Eindeutigkeitsregel ein Primärschlüssel.
BPE 6J12 Punktemittel

Den zusammengesetzten Schlüssel angeben

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Aufgabenstellung

ANMELDUNG hat TeilnehmerID, WorkshopID und Anmeldedatum. Derselbe Teilnehmer kann mehrere Workshops buchen und derselbe Workshop mehrere Teilnehmer haben. Jedes Teilnehmer-Workshop-Paar kommt höchstens einmal vor; mehrere Anmeldungen dürfen am selben Datum stattfinden. Gib den minimalen Schlüssel als zwei Attributnamen mit Komma an.

Ausgabe bzw. Vorschau

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2 Tipps anzeigen
  1. Weder TeilnehmerID noch WorkshopID allein ist in der Verbindungstabelle eindeutig.
  2. Das Datum unterscheidet ebenfalls nicht zuverlässig zwischen Anmeldungen.
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Der minimale Schlüssel lautet (TeilnehmerID, WorkshopID). Das Anmeldedatum hängt vom Paar ab, gehört aber nicht zur minimalen Identifikation.
BPE 6J12 Punktemittel

Attribute an der richtigen Stelle speichern

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Aufgabenstellung

Eine Person kann sich für mehrere Workshops anmelden. Je Paar werden genau ein Anmeldedatum und der Zahlungsstatus dieser Anmeldung erfasst. TeilnehmerName beschreibt die Person, WorkshopTitel den Workshop. Welche Attribute gehören zusätzlich zu den beiden FKs in ANMELDUNG? Wähle alle richtigen Antworten.

Ausgabe bzw. Vorschau

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2 Tipps anzeigen
  1. Frage bei jedem Attribut, ob sein Wert von einer konkreten Anmeldung abhängt.
  2. Eigenschaften einer Person oder eines Workshops können über deren Schlüssel nachgeschlagen werden.
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Anmeldedatum und bezahlt beschreiben die konkrete Anmeldung. TeilnehmerName bleibt in TEILNEHMER, WorkshopTitel in WORKSHOP; zusätzliche Kopien wären redundant.
BPE 6J12 Punktemittel

Datentypen nach ihrer Bedeutung wählen

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Aufgabenstellung

Ein Workshop-System muss Kennungen wie 0015 unverändert bewahren, ganze Sitzplätze zählen, einen Kalendertag speichern und einen Ja/Nein-Zahlungsstatus erfassen. Welche Zuordnungen sind passend? Wähle alle richtigen Antworten.

Ausgabe bzw. Vorschau

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  1. Kennungen sind keine Rechengrößen; führende Nullen können zu ihrem Inhalt gehören.
  2. Unterscheide eine Anzahl, einen Kalendertag und eine Ja/Nein-Eigenschaft.
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Text bewahrt 0015 einschließlich führender Nullen. Ganzzahl passt zu Sitzplätzen, Datum zu einem Kalendertag und Wahrheitswert zum Zahlungsstatus. Ein Personenname ist keine Fließkommazahl.
BPE 6J13 Punkteanspruchsvoll

Einen zu engen Schlüssel erkennen

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Aufgabenstellung

Fehlerhafter Entwurf: ANMELDUNG(TeilnehmerID als alleiniger PK und FK, WorkshopID als FK). Fachlich sind mehrere Workshops je Teilnehmer erlaubt. Wie viele Anmeldungszeilen kann derselbe Teilnehmer in diesem Entwurf höchstens haben? Antworte mit einer ganzen Zahl.

Ausgabe bzw. Vorschau

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  1. Ein Primärschlüsselwert darf in einer Tabelle nicht zweimal vorkommen.
  2. Jede weitere Anmeldung derselben Person hätte wieder denselben TeilnehmerID-Wert.
Lösung anzeigen
Höchstens 1. TeilnehmerID als alleiniger PK verhindert weitere Anmeldungen derselben Person. Bei höchstens einer Anmeldung je Paar muss der PK stattdessen (TeilnehmerID, WorkshopID) umfassen.

Lektionsabschluss

Bearbeite Aufgaben, um deine Auswertung zu sehen.